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Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Reinstorf 40 Kameraden gründeten am 20.April 1879 die Freiwillige Feuerwehr Reinstorf. Noch im gleichen Monat wurde von der Fa. Schlüter eine Handdruckspitze mit Saug- und Druckwerk, 144 Meter Druckschläuche, sowie zwei große Leitern für insgesamt 2100,-Mark beschafft .Die Handdruckspritze befindet sich noch heute im Besitz der FF Reinstorf und ist im Feuerwehrmuseum „Neu Tramm“ zu sehen. Der erste Hauptmann der Wehr Heinrich Engelke, hatte mit seinen Kameraden durch die Ortschaften Holzen, Wendhausen, Sülbeck, Boltersen, Wennekath, Radenbeck, Horndorf, Rohstorf, Vastorf, Gifkendorf, Volkstorf und Barendorf einen recht großen Zuständigkeitsbereich. 1879 waren in Reinstorf 280 Bürger ansässig. Ein Teich und zwei Quellen boten reichlich Löschwasser. 1882 wurde für die FF Reinstorf eine Fahne beschafft. Die „Pottführer“ Harms und Bunge hatten die undankbare Aufgabe, die Gaben für die Anschaffung zu sammeln. Die Fahne wurde von den „ des Dorfes Jungfrauen“ überreicht. Sie wurde 1979, zum 100jährigen Bestehen der Wehr, durch eine neue ersetzt und heutzutage nur noch zu ganz besonderen Anlässen benutzt. 1889 10- jähriges Bestehen: 1898 wurden zahlreiche Reformen verabschiedet: - Vergnügungsveranstaltungen werden vierteljährlich an jedem ersten Samstag „8.oo Uhr abends“ stattfinden. - bei Übungen wird „ein Achtel“ (kleines Fass) Bier getrunken. - Wer nicht in Reinstorf wohnt, hat bei der Feuerwehr keinen Zutritt. Auch wenn sich der Wohnsitz in andere Orte verändert, dürfen die Kameraden nicht in der Feuerwehr bleiben. - Zwei Trommeln und zwei Flöten werden angeschafft. - Die Freiwillige Feuerwehr Reinstorf unterhält eine Art Krankenversicherung; jeder Kamerad zahlt 50 Pfennig pro Quartal. - Wenn ein Kamerad bei Feuer gearbeitet hat, bekommt er 25 Pfennig pro Stunde, jedoch nur wenn der Kassenbestand noch über 200 Mark beträgt. 1900 H. Rabeler löst H. Engelke als Hauptmann ab. 1904 25- jähriges Bestehen: Anlässlich des Jubiläums fand ein Konzert mit Theater und Ball statt. Zu humoristischen Beiträgen meldeten sich freiwillig mehrere Kameraden. 1911 H. Hagemann wird Hauptmann Das Rote Kreuz erhielt während des Ersten Weltkrieges eine Kriegsspende von 40,- Mark. 1925 legte Hauptmann Hagemann sein Amt nieder. H.H. Diercksen wurde durch Stimmzettel zum Hauptmann gewählt. 1929 50- jähriges Jubiläum: Zum Jubiläum richtete die Reinstorfer Wehr die Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes aus. Laut Einladung gab es eine Festfolge, nach der am 04. Mai um „ 5.00 Uhr nachmittags“ zum Empfang geladen wurde.“ Um 8.00 Uhr abends“ fand ein Kommers statt. „Schluss 1.00 Uhr“. Sonntag, 05. Mai „morgens 7.00 Uhr Weckruf, 8 ½ Uhr Empfang der Gäste beim Kameraden Schulz“ ( Rabelers Gasthaus). Festkarten wurde von den eintreffenden Wehren geschlossen zu lösen (Preis 1 Mark). 9 ½ Uhr Delegiertenversammlung beim Kameraden Schulz (Rabelers Gasthaus). 12 ½ Uhr gemeinschaftliches einfaches Mittagessen (Preis 2,50 Mark). 2 Uhr nachmittags: Antreten zur Schulübung mit nachfolgendem Manöver, anschließend Umzug, Festrede und nachfolgend Kritik in Rabelers Gasthaus. Später Tanz in zwei Sälen. Ab dem 07.01.1934 sollte in der Feuerwehr der deutsche Gruß angewendet werden. Dieses war nicht im Sinne von Hauptmann Diercksen, er lehnte es ab. Daraufhin kam es zum Eklat, Diercksen wurde beurlaubt und zahlreiche andere Feuerwehrmänner verweigerten ihren Dienst. Folglich wurden alle Männer zwischen 16 und 60 Jahren zum Feuerwehrdienst zwangsverpflichtet. Hermann Böttcher, stellv. Hauptmann, wurde 1936 zum Wehrführer ernannt. 1937 wurde die Anschaffung eines Schlauchwagens und einer Kraftspritze in Auftrag gegeben. Nachbarschaftliche Löschhilfe konnte aus Holzen und Barendorf jeweils mit einer Kraftspritze erwartet werden. Kreiswehrführer war Fuhrhop aus Kolkhagen. 1939 G. Rabeler wurde Wehrführer. Ende 1945 wurde der Dienst in der Feuerwehr Reinstorf wieder freiwillig. 1953 Anschaffung eines LF 8. 1954 75- jähriges Jubiläum
1955 wurde Heinrich Meyer, vorher Stellvertreter, zum Brandmeister gewählt 1967 wurde eine neue Magirus-TS 8/8 mit Vierzylinder-Viertakt – VW - Motor, 34 PS, für einen Preis von 3.990,- DM gekauft. Die TS ist noch heute bei uns im Dienst. 1969 90- jähriges Jubiläum : 1971 wurde der damalige stellv. Orts. BM Karl-Heinz Brohm zum Ortsbrandmeister gewählt. 1972 Anschaffung eines TSF Ford Transit. 1979 100- jähriges Jubiläum : Zur 100 Jahr-Feier wurde am 11.Mai 1979 ein Kommers gefeiert, anschließend wurde mit dem Blasorchester Amelinghausen und dem Spielmannszug Salzhausen der große Zapfenstreich mit Fahnenweihe durchgeführt. Am 12.Mai wurde der große Jubiläumsball gefeiert. Am 13.Mai Gemeindefeuerwehrtag mit Pokalwettkämpfen und vielen feuertechnischen + humoristischen Einlagen abgehalten. Anschließend gab es einen Umzug durch den festlich geschmückten Ort. 1980 erhielt die Freiwillige Feuerwehr Reinstorf ein TLF 8 (W). Im gleichen Jahr begann der Neubau des Feuerwehrgerätehauses, der mit erheblichen Eigenleistungen durchgeführt wurde. 1981 stellv. Orts. BM Hermann Soetebeer wurde neuer Ortsbrandmeister Seit 1982 ist Reinstorf neben Neetze zweiter Feuerwehr-Stützpunkt in der Samtgemeinde Ostheide. 1987 Kauf eines gebrauchten LF 16, in der Lackierung Tagesleucht, aus Hamburg für 13.000,-DM Dieses wurde zum Grossteil in Eigenleistung wieder hergerichtet und nach und nach u. a. mit Stormerzeuger, Beleuchtungssatz, Schere, Spreitzer und Rettungszylinder aufgerüstet. 1989 110- jähriges Jubiläum :1995 wurde an das Gerätehaus ein zusätzlicher Geräteraum angebaut. 1997 HFM Christoph Brohm wurde zum Ortsbrandmeister gewählt und zunächst für 2 Jahre kommissarisch ernannt. 1999 Das alte TSF, welches der FF Neetze 12 Jahre lang als Gerätewagen diente, wurde wieder der Freiwilligen Feuerwehr Reinstorf übergeben. Die TS befand sich während der Abwesenheit des Fahrzeuges, behelfsmäßig auf einem Autoanhänger. 2002 Ein neues LF 16/12 der Firma Schlingmann auf MAN Fahrgestell wurde bestellt. Liefertermin Mai 2003. 2003 Reinstorf im Cyberspace. 2003 In Dienstnahme eines neuen LF 16/12 der Firma Schlingmann auf MAN Fahrgestell. Das 30 Jahre alte LF 16 wurde durch die Samtgemeinde verkauft. 2004 125- jähriges Jubiläum. 2004 Kauf eines Mercedes Sprinter aus Eigenmitteln und Spenden. Anschließend Herrichtung zum MTW in Eigenleistung. |