Einsatzbericht 20.01.2004
Großfeuer vernichtet Scheune mit
Kuhstall in Becklingen
Feuerwehren aus zwei Landkreisen im Einsatz
Becklingen, SG Dahlenburg, Am heutigen Abend
ist eine ca. 600 m² große Scheune,
mit teilweise angebautem
Kuhstall durch
ein Feuer völlig zerstört worden.
6 Rinder fielen den Flammen zu Opfer, der
Sachschaden geht in die hunderttausende.
Als
im ersten Alarm die vier Feuerwehren Dahlenburg, Lemgrabe/Dumstorf, Nahrendorf
und Gienau zu
dem Feuer gerufen wurden, konnten Sie sich eigentlich nach dem Feuerschein
orientieren. Der Hof Meyer in Becklingen besteht aus einem Wohn – sowie
mehreren Wirtschafts - bzw. Stallgebäuden. Schon als die Fahrzeuge die
Brandstelle erreichten war klar, dass es hier nichts mehr zu retten gab. Also
konzentrierte man sich auf die Rettung der Nebengebäude. Diese galt es um jeden
Preis zu halten. So etwas ist nur mit einem massiven Löschangriff möglich.
Dazu wurden weiterhin zwei Löschzüge nachalarmiert. Diese bildeten auf der
einen Seite die Feuerwehren Reinstorf und Bavendorf aus der Samtgemeide
Ostheide, sowie auf der anderen die Stützpunktwehren Altenmedingen und Bienenbüttel
aus dem benachbarten Landkreis Uelzen, der hier nur wenige Kilometer an die
Schadensstelle grenzt.
Das
Feuer hatte sich zwischenzeitlich über den gesamten ca. 15 x 30m großen Gebäudekomplex
ausgebreitet. Somit ließ Einsatzleiter Marcus Brusche aus Gienau in
Zusammenarbeit mit dem stellv. Gemeindebrandmeister der Samtgemeinde Dahlenburg
Walter Bruns erneut weitere Feuerwehren nachalarmieren. Somit kamen die Wehren
Boitze und Seedorf mit Ihren Atemschutzgeräteträgern auch noch zum Einsatz.
Insgesamt
waren nun ca. 130 Feuerwehrleute in zwei Brandabschnitten im Einsatz. Vorrangig
wurde die Brandbekämpfung von Tanklöschfahrzeugen vorgenommen. Diese wurden im
Pendelverkehr in Gienau mit Wasser gefüllt. Dazu wurde für die restlichen
Fahrzeuge eine Zisterne in der Nähe der Brandstelle, sowie ein Unterflurhydrant
genutzt.
Der
Landwirt, der selber erst alarmiert wurde, konnte noch vor Eintreffen der
Feuerwehr von insgesamt 52 Jungrindern, 46 auf eine benachbarte Weide treiben.
Kräfte von Polizei und Feuerwehr mussten die verstörten Tiere wieder
einfangen. Die restlichen sechs Tiere verbrannten in den Flammen. Den Einsatzkräften
gelang es dann die Nachbargebäude zu retten. Dazukonnte man mehrere
landwirtschaftliche Geräte in Sicherheit bringen.Der massive Löschangriff wurde zwischenzeitlich von 10 C -, 3 B-Rohren,
sowie einem Wasserwerfer vorgenommen. Weiterhin waren 22 Trupps unter schwerem
Atemschutz im Einsatz. Man konnte jedoch nicht verhindern, dass Stroh- und
Getreidevorräte, sowie landwirtschaftliche Geräte, wie z. B. ein Mähdrescher
ein Raub der Flammen wurde. Gegen 19.45 Uhr konnte „Feuer unter Kontrolle“
gemeldet werden.
Nach
ca. 2 Stunden stürzte die Scheune in sich zusammen. Sie bestand aus einer
massiven Fachwerkkonstruktion, deren Dach aus Eternitplatten gedeckt war.
Letztlich
bereitete das Ablöschen der Strohballen den Einsatzkräften Schwierigkeiten.
Man orderte daher eine Privatfirma mit einem Kettenbagger, der die Ballen
auseinander und die zusammengestürzten Wände abtragen sollte. Diese Nachlöscharbeiten
dauerten mehrere Stunden an.
Der
Gesamtschaden liegt
nach ersten, vorsichtigen Schätzungen zwischen € 100.000,-- und € 150.000,--
Die
Brandstelle wurde von der Polizei sichergestellt.
Bericht Andreas Apeldorn
Im Einsatz befindliche Fahrzeuge:
| Landkreis Lüneburg: | Landkreis Uelzen |
| FF Dahlenburg : | FF Altenmedingen : |
| TLF 16/25, LF 16/12, RW2, ELW | TLF 16/25, LF 8 |
| FF Lemgrabe : | FF Bienenbüttel : |
| TLF 8W, TSF | TLF 16/25, LF 8 |
| FF Gienau : | |
| TSF | |
| FF Nahrendorf : | |
| TLF 8W, LF 16 - TS | |
| FF Bavendorf : | |
| TSF | |
| FF Reinstorf : | |
| TLF 8W, LF 16/12, TSF | |
| Sonstige: | |
| Stellv. KBM, GemBM Dahlenburg, stellv. GemBM Dahlenburg, KPW |